Jasmine Klasen
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Von Bierdosen über Smartphones bis hin zu Velos: Gemeinsam mit weiteren Vereinen organisierte der Nautische Club Aarburg am vergangenen Samstag eine «Aareputzete», um den Fluss von Unrat zu befreien. Tags darauf stiegen bei der Woog zudem noch Taucher ins Wasser.
Aarburg Am Samstag, 20 September, wurden im Rahmen des nationalen Clean-Up Days wieder unzählige Aktionen gegen Littering durchgeführt. So auch in Aarburg. Rund 60 Helferinnen und Helfer versammelten sich morgens gegen 8.30 Uhr beim Clubhaus des Nautischen Clubs Aarburg (NCA) am Wiggerspitz, um die Aare und deren Ufer von Murgenthal bis nach Aarburg von Abfall zu säubern. Einsatzleiter und NCA-Co-Präsident Michael Pagano freute sich über das zahlreiche Erscheinen. Nebst dem NCA waren auch der Pontonierfahrverein sowie der Fischerverein Aarburg, die Bootsanlegergemeinschaft aus Rothrist und der Kanuclub Murgenthal ehrenamtlich engagiert. Einzelne Gruppen schritten die Uferwege mit Greifzangen und Kehrichtsäcken ab, andere wiederum machten sich mit Weidlingen, Stand-Up Paddles und Motorbooten daran, an den schwerer zugänglichen Orten Unrat zu finden.
Um 12.30 Uhr schliesslich trafen alle wieder beim Clubhaus ein. Vor Ort bedankte sich der Aarburger Stadtrat Rolf Walser im Namen der Einwohnergemeinde für den geleisteten Einsatz. Die Bilanz fiel positiv aus, da die von der Gloor Transport AG aus Zofingen zur Verfügung gestellten Mulden nicht ganz gefüllt wurden. «Bevor wir in Enttäuschung verfallen, ist dies ja an und für sich ein gutes Zeichen», so Walser. «Es gibt offenbar noch Freizeitnutzende, die wissen, was sich gehört.» Auch sonst stiess der Anlass auf rundum positive Rückmeldungen, weshalb geplant ist, die Aktion in zwei Jahren zu wiederholen. Zum Abschluss liessen die Anwesenden den Einsatz mit Getränken und Grillwürsten – gesponsert von der Stadt – gemütlich ausklingen.
Da sie am Samstag verhindert waren, stiegen am Sonntag dann noch die beiden Taucher Fredi Plüss aus Boningen und Mark Bader aus Balsthal bei der Woog ins Wasser. Die beiden gehen ab und an auf Abfalljagd, wenn sie angefragt werden. Schnell wurde klar, dass jenes, was am Vortag gefunden wurde, nur die Spitze des Eisbergs ist. Von Velos und Trottis über Gartengeräte sowie einem Töffli kam so einiges zum Vorschein. Letzteres liess sich jedoch ohne Bagger nicht herausfischen, da es bis zum Kotflügel mit Schlamm bedeckt war. «Es sind stets in etwa dieselben Dinge, die wir finden», teilte Fredi Plüss mit. «Ich habe auch schon eine Geldkassette gefunden; doch leider war sie leer», schmunzelte Mark Bader. Nach rund 90 Minuten war der Einsatz in der Woog beendet und es konnte auch hier zum gemütlichen, zweiten Teil übergehen – mit einem wohlverdienten Bierchen im Clubhaus.
David Annaheim
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