Teresa Arzberg
Die Autorin liest in Olten aus ihrem Werk.
Die Faustballrunde der Nationalliga B West, die am vergangenen Samstag auf der Oltner Bifangmatte durchgeführt wurde, war einem langjährigen Mitglied der Oltner Faustballriege gewidmet, das wenige Tage zuvor unerwartet verstorben war. Auch sonst stehen der Riege herausfordernde Zeiten bevor: der Zwangsabstieg droht.
Olten Es herrschte eine spezielle Stimmung am Samstag, 9. Mai, auf der Bifangmatte, welche seit vielen Jahren als Spielfeld der Faustballriege des TV Olten dient. Denn eigentlich hätte Pasquale Marra wie immer, wenn die Faustballer in Olten die Spielrunde organisieren, in der Festwirtschaft mitgeholfen. Doch nur wenige Tage zuvor kam alles ganz anders: Kurz nach seinem 60. Geburtstag ist er unerwartet gestorben.
Ein Schlag für die ganze Faustballerfamilie; nicht nur die Riege aus Olten, sondern auch für die restlichen Vereine, die an der Runde teilgenommen haben. «Alle haben Päscu gekannt, er war sein Leben lang mit dem Faustball verbunden», erzählt Bruno Rölli, der Marra seit vielen Jahren kannte und in dieser Zeit so einiges mit seinem Riegenkollegen erlebt hatte. «Wir haben oft gemeinsam geschiedsrichtert, auch bei grossen internationalen Veranstaltungen», erinnert sich Rölli. Zudem war Marra auch während rund fünf Jahren Präsident der Faustballriege. «Er war ein sehr angenehmer Mensch, der aber stets klar sagte, was Sache ist. Und er hatte immer wieder mal einen Spruch auf Lager», schmunzelt Rölli. Bei der für den Spieltag durch Bruno Rölli erstellten Gedenktafel konnte die Faustballerfamilie nun noch einmal in Erinnerungen an die schönen gemeinsamen Zeiten schwelgen.
Auch sonst stehen der Faustballriege des TV Olten schwierige Zeiten bevor. Weil sie in der kommenden Saison keine Jugendmannschaft stellen kann, wird das Team der Nationalliga B West voraussichtlich in die 2. Liga zurückgestuft. Aktuell finden mangels Nachfrage keine Nachwuchstrainings statt. Ein Umstand, den Bruno Rölli umso mehr schmerzt, da er sich seit über 30 Jahren für die Jugendarbeit im Faustball einsetzt. «Alleine kann ich es jedoch nicht mehr richten; wir bräuchten zwei, drei Leute, die in die Schulen gehen und Werbung für den Sport machen», so Rölli. Ansonsten könne es sein, dass die Ära Faustball in Olten demnächst zu einem Ende kommt, zumal auch bei den Aktiven der eine oder der andere ein ordentliches Alter erreicht habe.
David Annaheim
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