Thomas Fürst
Oltens Finanzdirektor im Interview über das städtische Budget 2027
Der Regionalverein «Öisi Aare Niederamt» lud Ende Oktober zum Werkhofmitarbeitenden- und Behördenmitgliedertreff ein. Gastgeber waren dieses Jahr die Angestellten des Werkhofs Olten. Revierförster Georg Nussbaumer orientierte über den Zustand des Waldes nach dem Hitzesommer und Ranger Christopher Müller zog eine erste Saison-Bilanz zum Einsatz des Rangerteams im Aareraum zwischen Olten und Erlinsbach SO.
Olten Es waren rund 40 Personen, die der Einladung des Regionalvereins «Öisi Aare Niederamt» sowie der Angestellten des Werkhofs Olten zum Werkhofmitarbeitenden- und Behördenmitgliedertreff im Oltner Werkhof gefolgt waren. Darunterbefanden sich neben zahlreichen Werkhofmitarbeitenden und Delegierten Gabriel Zenklusen, Chef des Amts für Umwelt des Kantons, Oltens Stadtpräsident Thomas Marbet sowie die Präsidenten von vier Niederämter Gemeinden.
Die neue Vereinspräsidentin Seline Spichiger liess bei der Begrüssung die Saison-Höhepunkte Revue passieren. Dazu gehörten die Littering-Aktion beim Saison-Eröffnungsanlass im Frühling im Raum Schönenwerd / Erlinsbach SO, die 7. Delegiertenversammlung in Winznau sowie das erste Jahr mit Ranger-Einsätzen im Aareraum zwischen Olten und Erlinsbach SO. Stadträtin Marion Rauber betonte bei ihren Begrüssungsworten das Trennende wie auch das Verbindende, das die Aare für die Stadt Olten einerseits und das Niederamt andererseits habe. «Das gilt auch für die Mitgliedsgemeinden: Wir müssen beidseits der Aare gemeinsam Verantwortung tragen».
Im Zentrum der Veranstaltung stand das Referat von Georg Nussbaumer, Revierförster des Forstbetriebs Unterer Hauenstein, zum Thema «Wald im Wandel – Zwischen Nutzung, Schutz, Erholung und Klimawandel». Dabei strich er die Bedeutung des Waldes für Land und Kanton heraus. Zunehmend werde dieser Lebensraum mit Wetterextremen konfrontiert. Dazu gehörten extreme Regenfälle genauso wie der heurige Hitzesommer mit seinen Waldbrand-Gefahren. Speziell bei hohen Temperaturen benötigten die Bäume sehr viel Wasser, um am Leben zu bleiben. Speziell die Buchen hätten diesbezüglich Mühe gehabt. Entsprechend seien gegenüber vor zehn Jahren achtmal so viele Laubbäume dieser Art abgestorben. «Die Äste brechen an geschädigten Stellen, oder die Wurzeln faulen ab», erklärte der Revierförster.
Hinzu kämen neue Krankheiten wie das Eschentriebsterben, die Russrindenkrankheit beim Bergahorn oder zum Borkenkäfer weitere Schädlinge wie der Japan- oder der Ulmenspringkäfer, welche die durch Wassermangel geschwächten Bäume leichter angreifen könnten. «Momentan wissen wir nicht genau, wie sich die Situation entwickelt. Solch eine Situation hatten wir noch nie; uns fehlen schlicht die Erfahrungswerte», zeigte sich Nussbaumer etwas resigniert. «Wir können im Moment lediglich auf nachwachsende Bäume hoffen, die sich besser anpassen können». Zudem stünden die Anpflanzung von Feld- und Spitzahorn, Eichen, Douglasien und Baumhaseln im Zentrum mit dem Ziel, einen klimatisch angepassten Wald zu schaffen.
Zum Schluss des Anlasses zog Christopher Müller vom Rangernetz GmbH, Solothurn, eine erste Saisonbilanz des Einsatzes im Aareraum: Während 39 Einsätzen von Mai bis September hätten die fünf Rangerinnen und Ranger rund 2‘500 Personen angetroffen und sie zu Themen wie Lärmimmissionen, Littering und Leinenpflicht für Hunde sensibilisiert. Auch sei vereinzelt das Fahrverbot missachtet worden. «Die Leute reagierten überwiegend positiv», so Müller. Es seien 278 Ereignisse in diesen Bereichen dokumentiert worden; die Hotspots seien der Bally-Park, der Raum Obergösgen, das Dulliker Aareufer und der Bereich Olten Ost (Industrie) gewesen. «Wir werden uns auch im nächsten Jahr diesen Hotspots widmen und diese erweitern. Es handelt sich um ein anspruchsvolles, aber sehr schönes Gebiet», hielt Müller fest.
red
Lade Fotos..