Heinz Schoenenberger
Oltens "Wetterhexe" Metzina Wächter erhält ihre eigene Musik
Die Saison 2026/27 markiert dank der neu geschaffenen «Junior Women’s League U16» einen Meilenstein für das Mädchen-Eishockey in der Schweiz. Am Start sind auch die EHC Olten Prospects mit einem Team, das sich aus Spielerinnen von sieben Vereinen aus der Region zusammensetzt.
Olten In der Schweizer Eishockey-Nachwuchsförderung gibt es ein neues Angebot für Mädchen: Die Junior Women’s League U16 bietet Spielerinnen zwischen U14 und U16 erstmals eine eigene Meisterschaft auf nationaler Ebene. Neun Teams sind in der Premierensaison vertreten. Dazu zählen neben den EHCO Prospects der HC Fribourg-Gottéron, die ZSC Lions, die Bern Girls Selection, die Hockey Country Girls, der HC Dragon Thun / Yetis, der EV Zug, die HC Thurgau Girls und Lausanne HC Féminin U16. Die Liga soll den jungen Spielerinnen regelmässige Vergleiche mit anderen Mädchenteams ermöglichen und ihre sportliche Entwicklung fördern. Auf dem Programm stehen zwei regionale und eine interregionale Meisterschaftsrunde.
Speziell am U16-Frauenteam der EHC Olten Prospects ist, dass dieses nicht nur aus Nachwuchsspielerinnen aus den eigenen Reihen besteht. Das Team setzt sich zusätzlich aus Spielerinnen des SC Langenthal, der Argovia Stars, des EHC Basel, des EHC Zunzgen-Sissach, des HC Wohlen und des EHC Sursee zusammen. Die Zusammenarbeit schafft die Möglichkeit, über die Grenzen der Stammvereine hinaus gemeinsam Meisterschaftsspiele zu bestreiten und als Mannschaft zusammenzuwachsen.
Dabei geht es nicht allein um die sportliche Entwicklung. Auch das gegenseitige Vertrauen, der Zusammenhalt und die Freude am Eishockey sollen im Teamalltag ihren Platz haben.
Lange mussten die Spielerinnen nicht auf ihren ersten Auftritt warten. Am 10. Oktober stand in der BCF Arena in Fribourg das erste Pflichtspiel auf dem Programm. Für die neu zusammengestellten EHCO Prospects war die Begegnung mit dem HC Fribourg-Gottéron zugleich der Einstand in der Junior Women’s League U16. Sportlich verlief die Premiere höchst erfreulich: Die Oltnerinnen setzten sich mit 4:0 durch und sicherten sich damit einen gelungenen Start in die neue Meisterschaft. Im zweiten Spiel folgte allerdings ein kleiner Dämpfer. Gegen den HC Dragon Thun / Yetis unterlag das Team knapp mit 3:4. Die nächsten Partien bieten nun Gelegenheit, weitere Punkte zu sammeln.
An der Bande stehen zwei Frauen, die selbst auf eine aktive Eishockeylaufbahn zurückblicken: Headcoach Vanessa Bärtschi und Assistenztrainerin Natascha Brunner. Beide wurden während ihrer Nachwuchszeit für die Schweizer U18-Frauennationalmannschaft aufgeboten und spielten zeitweise gemeinsam für den SC Langenthal. Ihre weiteren Stationen führten sie zu unterschiedlichen Teams. Bärtschi lief unter anderem für Fribourg-Gottéron auf, Brunner stand später auch bei den EHC Bassersdorf Ladies im Einsatz.
Heute bringen die beiden Trainerinnen ihre Erfahrungen in die Ausbildung der jungen Spielerinnen ein. Neben der Weiterentwicklung auf dem Eis wollen sie insbesondere das Selbstvertrauen und den Teamgeist stärken und die Begeisterung für den Sport vermitteln. Das nächste Spiel in der Junior Women’s League U16 bestreiten die EHC Olten Prospects am 7. November zu Hause im Kleinholz; das Team freut sich über zahlreichen Support.
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