Thomas Fürst
Oltens Finanzdirektor im Interview über das städtische Budget 2027
Christoph Blocher
Blochers Klartext war eine Idee des leider verstorbenen Verlegers der «Schaffhauser Nachrichten»: Norbert Neininger schlug 2007 – kurz vor meiner Abwahl aus dem Bundesrat – vor, ich solle mich wöchentlich interviewen lassen. Zum Vorbild diente ihm offenbar das «Wort der Woche», das der Schaffhauser SP-Stadtpräsident Walther Bringolf über viele Jahre an seine Bevölkerung gerichtet hatte. Ab der ersten Sendung führte der Journalist Matthias Ackeret durch die Sendung und machte sie zur «Mutter aller Internetsendungen».
Ackeret war eine logische Wahl, denn er hat mit dem «Blocher-Prinzip» nach Gesprächen mit mir ein Führungsbuch geschrieben. In der Sendung kommentierte ich fortan aussenpolitische und innenpolitische Themen. Und dies ohne vorher abgesprochene Fragen, ohne aufpassende Kommunikationsprofis, ohne Schnitt. Gemäss der linken Schaffhauser AZ wurde Teleblocher als «Fernsehsendung zur meistzitierten der Schweiz». Der Bundesrat selber tagte mehrmals zum Thema und diskutierte, ob ein solches Sendegefäss überhaupt erlaubt sei.
Das Ritual von «Teleblocher» ist jeden Freitagmorgen gleich: Um sieben Uhr treffe ich mich mit Matthias Ackeret und Kameramann Claudio Ferrari zum Kaffee. Danach geht’s gut zwanzig Minuten auf Sendung. Produziert vom Schaffhauser Fernsehen.
Die tausendunderste Sendung nahmen wir am letzten Donnerstag auf: 1001, um zu zeigen, dass es weitergeht! Aus Anlass des Jubiläums in besonderem Rahmen im «Haus zur Freiheit» von Toni Brunner und Esther Friedli – und für einmal vor Publikum. Natürlich hätte keiner der Beteiligten 2007 gedacht, dass damals eine Sendung begann, die fast zwanzig Jahre später noch immer bestehen würde. Solange «Teleblocher» wie seit der ersten Sendung auch bei der Tausendsten noch treue Zuschauerinnen und Zuschauer hat, werden wir weitermachen.
E gfreuti Wuche
Christoph Blocher
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