Bruno Rölli
Er konnte seinen Gravurladen in neue Hände übergeben
Vom 1. bis 3. September ging die 13. Berufsinfomesse AareLand in Olten über die Bühne. Über 90 ausstellende Unternehmen und Verbänden präsentierten ihre Angebote.
Olten Bevor die zahlreichen Jugendlichen und Eltern sich in den ersten drei Septembertagen an der BIM AareLand über verschiedene Berufe und Lehrstellenangebote informieren konnten, wurde die Messe bereits tags zuvor am Montagabend feierlich eröffnet. Wurde die erste Messe 2003 noch in Trimbach durchgeführt, präsentieren sich mittlerweile über 90 Aussteller mit 200 Berufs- und Weiterbildungsangeboten in und auf dem Areal der Oltner Stadthalle. «Uns ist es ein Anliegen, die Messe auch in Zukunft mit viel Herzblut weiterzuführen, die bestehende Attraktivität beizubehalten und mit vielen Ideen weiterzuentwickeln», begrüssten die Co-Geschäftsführenden der Messe, Sévérine Santschi und Céderic Blaser die geladenen Gäste.
Dass die BIM AareLand nun schon zum 13. Mal durchgeführt werde, zeuge von deren Erfolg, hielt Oltens Stadtpräsident Thomas Marbet fest. Zudem sei es der Stadt ein Anliegen, dass die Berufsbildung in Olten präsent ist, was sich mitunter auch anhand des Berufsbildungszentrums auf der rechten Stadtseite zeige.
Offiziell eröffnet wurde die Messe schliesslich durch den Solothurner Regierungsrat Mathias Stricker, der dem Departement Bildung, Kultur und Sport vorsteht. «Die Messe ist ein Ort der Begegnung, Orientierung und ein Ort, an welchem die Zukunft sicht- und greifbar wird», so Stricker. Die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs der Schweiz liege im Bildungssystem, das jungen Menschen Chancen unabhängig des eingeschlagenen Wegs eröffne.
Am Eröffnungsanlass ging Samuel Maurer, Fachspezialist Betriebliche Gesundheit für KMU, in einer Keynote auf ebendiese Gesundheit am Arbeitsplatz ein. «Wenn sich die Mitarbeitenden wohlfühlen, sind sie auch bereit, viel für die eigene Organisation zu leisten.» Das klassische Beispiel seit jeher: der Früchtekorb, der im Betrieb bereitsteht. «Dieser ist zwar ein schönes Symbol, damit alleine ist es aber nicht getan», so Maurer. Es sei wichtig, dass die betriebliche Gesundheit als Kultur gedacht werde, in der etwa auch neue Lernende von Beginn weg im Team integriert werden und Unterstützung erfahren. Es sei nicht zuletzt auch für den Betrieb nachhaltig, wenn gutes Personal in zehn Jahren noch für das Unternehmen arbeite und Abgänge vermieden werden können.
Wie Samuel Maurer weiter ausführte, seien gemäss einer Erhebung der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz nebst dem Wohlbefinden des Personals auch das Senken der Absenzrate sowie das Erhöhen der Attraktivität als Arbeitgeber die grössten Treiber für Unternehmen, sich mit der betrieblichen Gesundheit auseinanderzusetzen. Ein grosses Thema sei zudem auch die psychische Gesundheit – gerade bei Lernenden.
Das Fazit für Samuel Maurer war daher klar: «Es lohnt sich, in die betriebliche Gesundheit zu investieren. Laut Erhebungen fliessen für jeden investierten Franken wieder zwei bis drei Franken zurück.»
David Annaheim
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