Bruno Rölli
Er konnte seinen Gravurladen in neue Hände übergeben
Der EHC Olten hat am Samstag, 12. September, im Kleinholz gemeinsam mit seinen Fans den Start in die neue Saison gefeiert. Teampräsentation, Flohmarkt und neue Fanartikel standen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Vorfreude auf die kommende Spielzeit.
Olten Noch bevor es in der Sky Swiss League auf Punktejagd geht, gehörte das Kleinholz ganz der grün-weissen Gemeinschaft. Der EHC Olten hatte seine Anhänger zum Saisonstartevent eingeladen – und damit einen Nachmittag ganz im Zeichen der Verbundenheit zwischen Klub, Mannschaft und Fans geschaffen. Im Zentrum des Anlasses stand die Präsentation der ersten Mannschaft. Für die Fans bot sich damit die Gelegenheit, die Spieler, Coaches und das Umfeld des Teams vor dem Ernstkampf aus nächster Nähe zu erleben.
Moderator Mige Stalder wollte gleich zu Beginn von EHCO-Präsident Marc Thommen wissen, wie es sich anfühlt, auf seine mittlerweile zehnjährige Amtsdauer zurückzublicken: «Du hattest mehr Haare und ich mehr braune Haare», lachte Thommen, ehe er ernsthaft antwortete: «Es ist eine herausfordernde, spannende Zeit gewesen und ich habe nach wie vor Freude daran.» Es sei ein «dürfen», Präsident des EHCO zu sein und gemeinsam mit der Mannschaft, dem Staff und den Fans die neue Saison in Angriff zu nehmen.
Vereins-CEO Christian Roth freut sich darauf, mit neuem Logo und Markenauftritt in die Zukunft zu gehen. «Zudem versuchen wir das ‹Erlebnis› EHC Olten stetig zu verbessern.» Unter anderem auch das Entertainment abseits des Eises. «Jeder ist irgendwie EHC Olten, aber nicht mehr alle kommen an den Match. Diese Leute müssen wir wieder ins Stadion bringen.»
Begrüsst wurde auch der frühere Torhüter und Torhütertrainer Michael Tobler, der bald in seine erste Saison als Sportchef startet. «Für mich ist es eine Freude, diese Challenge annehmen zu dürfen und das Vertrauen des Clubs zu erhalten», so Tobler.
Head Coach Christian Wohlwend blickte auf eine Vorbereitung mit vielen Testspielen zurück: «Wir hatten das Gefühl, dass die Spieler lieber spielen als zu trainieren, weshalb wir am Ende rund 10 Freundschaftsspiele absolviert haben.» Dank der starken Vorbereitung habe man sich viel Selbstvertrauen holen können. Nun gelte es, dieses gegen den Gegner des ersten Meisterschaftsspiels, den EHC Chur, mitzunehmen. Grundsätzlich sei es das Ziel für die kommende Saison, so offensiv wie möglich zu spielen. «Wenn dann der Goalie noch alles hält, werden wir den ein oder anderen Match gewinnen», schmunzelte Wohlwend.
Athletikcoach Michael Dautzenberg ist sehr zufrieden mit der Saisonvorbereitung. Über den Unterschied im Umgang mit den Spielern unterschiedlichen Alters meinte er: «Die Jungen müssen noch viel dazulernen und man kann mit ihnen viel härter arbeiten. Mit den älteren Spielern muss man ein bisschen vorsichtiger umgehen, damit sie nicht zusammenklappen», schmunzelte er.
Für das Goalietraining ist in diesem Jahr neu Timur Shiyanov zuständig. Eingelebt hat er sich bereits gut: «Du fühlst, dass es ein Team, eine Familie ist. Und für mich ist es wichtig, mich zu Hause zu fühlen.» Mit den zwei jungen Goalies im Team hat er keine Angst, dass es zu Problemen kommen könnte. Aufgrund der an den Tag gelegten Arbeitsmoral und der Professionalität blickt er der Saison positiv entgegen. Den Fans versprach Shiyanov zwei Dinge: Am Saisonende werden sie stolz auf ihre Goalies sein – und er auf sein Schweizerdeutsch.
David Annaheim
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